Das tun wir

Freiwillige Feuerwehr Weinsberg

Schwerer Verkehrsunfall mit mehreren Fahrzeugen


Um 19:03 Uhr wurden wir von der Integrierten Leitstelle (ILS) Heilbronn zu einer Übung mit dem Stichwort: E Call ohne Sprechkontakt alarmiert.

 

Um 19:05 Uhr traf der Vorausrüstwagen (VRW) als erstes Fahrzeug an der Einsatzstelle ein. Nach der ersten Erkundung wurde um 19:07 Uhr die erste Lagemeldung abgegeben. Aufgrund des Ausmaßes der Lage wurden umgehend ein weiterer Rettungswagen und ein Notarzt nachgefordert.

 

An der Einsatzstelle bot sich den Einsatzkräften folgendes Bild: Ein PKW war frontal auf einen Traktor mit Frontgabel aufgefahren, wobei sich die Gabelzinken tief in das Fahrzeug gebohrt hatten. Der Fahrer war eingeklemmt. Der nicht angeschnallte Beifahrer erlitt eine Kopfplatzwunde und stand unter Schock.

 

Ein zweiter PKW war dem Unfall ausgewichen und nach rechts in Richtung Sulm von der Fahrbahn abgekommen. Das Fahrzeug kam im Bachbett in starker Schräglage zum Stehen. Der Fahrer war im Fahrzeug eingeschlossen und bewusstlos.

 

Ein zweiter Traktor konnte nicht mehr rechtzeitig bremsen und klemmte den bereits auf dem ersten Traktor stehenden PKW zusätzlich ein. Ein dritter PKW kollidierte anschließend mit diesem Traktor. Dessen Fahrer war angeschnallt, erlitt nur leichte Verletzungen und stand unter Schock. Der Airbag hatte ordnungsgemäß ausgelöst.

 

Die Fahrer beider Traktoren waren verletzt, jedoch ansprechbar. Der Fahrer des zweiten Traktors konnte sein Fahrzeug nicht selbstständig verlassen.

 

Kurz nach der ersten Lagemeldung trafen das Hilfeleistungslöschfahrzeug (HLF) sowie der erste Rettungswagen an der Einsatzstelle ein. Gemeinsam mit dem VRW wurde sofort die Rettung des eingeklemmten Fahrers aus dem im Bachbett stehenden Fahrzeug eingeleitet. Da die übrigen Fahrzeuge gesichert standen und keine unmittelbare Gefahr bestand, lag der Schwerpunkt zunächst auf dieser Menschenrettung. Schnell konnte die Person erfolgreich aus dem Fahrzeug befreit und an den Rettungsdienst übergeben werden. Im Anschluss kümmerten sich die Besatzungen von HLF und VRW um die auslaufenden Betriebsstoffe.

 

Während der Menschenrettung trafen der Rüstwagen (RW) sowie der Einsatzleitwagen (ELW) an der Einsatzstelle ein und verschafften sich einen Überblick über die Gesamtlage. Kurz darauf erreichten auch die Löschfahrzeuge aus Weinsberg und Grantschen den Einsatzort. Das LF aus Weinsberg übernahm die Betreuung der leicht verletzten Personen bis zum Eintreffen der nachalarmierten Rettungsdienstkräfte.

 

Parallel dazu befreite das LF aus Grantschen den verletzten Fahrer des zweiten Traktors.

 

Nach dem Eintreffen der zusätzlich alarmierten Rettungsmittel widmeten sich das LF aus Weinsberg und der Rüstwagen gemeinsam der technischen Rettung des zwischen den beiden Traktoren eingeklemmten PKW. Mithilfe hydraulischer Rettungsgeräte konnte auch dieser Fahrer patientengerecht aus seinem Fahrzeug befreit und an den Rettungsdienst übergeben werden.

 

Um 19:40 Uhr waren alle betroffenen Personen erfolgreich gerettet und dem Rettungsdienst übergeben. Damit konnte die Übung erfolgreich beendet werden.

 

Die Alarmübung war ein voller Erfolg und zeigte eindrucksvoll, wie wichtig eine gute Zusammenarbeit zwischen Feuerwehr und Rettungsdienst bei komplexen Einsatzlagen ist. Solche gemeinsamen Übungen stärken die Kommunikation, die Einsatzkoordination und das Zusammenspiel aller beteiligten Kräfte.

 

Wir bedanken wir uns herzlich beim ASB fürs Mitmachen sowie beim Baumpflege Service Jung und der Firma Schneider für die Bereitstellung der Fahrzeuge und sämtlicher Übungsmaterialien.